Horizont 2020: Vorstellung des neuen EU-Forschungsrahmenprogramms

Wichtiger Hinweis: Alle Informationen zum Thema Horizont 2020 sind vorläufiger Natur und dienen lediglich einer ersten Orientierung. Es gelten grundsätzlich die Bestimmungen, die nach Verabschiedung von Horizont 2020 von der Europäischen Kommission offiziell veröffentlicht werden.

 

Ende des Jahres 2014 lief das siebte Forschungsrahmenprogramm (FP 7) der Europäischen Union aus. Für den Anschlusszeitraum von sieben Jahren soll es durch „Horizont 2020“, dem neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, fortgeführt werden.

Auch Horizont 2020 wird wieder viele attraktive Fördermöglichkeiten bieten, um nachfolgende Ziele umzusetzen:

  • Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen
  • Aufbau der Führungsrolle der Industrie in Europa
  • Erhöhung der Exzellenz der Wissensbasis

Horizont 2020 wird viele bewährte Programmbereiche aus dem FP7 fortführen. Die Themenbereiche Mobilität und Verkehrstechnologien sollen, wie bisher, wichtige Förder­schwerpunkte bleiben. Der Teil III des neuen Programms „Gesellschaftliche Herausforderung“ und hierbei insbesondere der Unterpunkt „Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr“ sehen entsprechende Projektförderungen vor.

 

Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr

In weiten Teilen Europas ist der Personen- und Güterverkehr nach wie vor durch starkes Wachstum geprägt. Insbesondere der demographische Wandel stellt ihn vor neue Heraus­forderungen. Die Europäische Union ist zudem bestrebt, die Treibhausgasemissionen und andere umweltschädliche Aspekte des Verkehrs zu reduzieren, sowie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu vermindern. Dabei gilt es, das hohe Maß an Effizienz und Mobilität sowie den territorialen Zusammenhalt zu erhalten. Diese Aspekte in Einklang zu bringen, ist eine der großen Herausforderungen für die europäische Verkehrsforschung.

Die EU-Forschungsförderung im Verkehrsbereich soll Maßnahmen der Mitgliedstaaten ergänzen und den Fokus auf solche mit einem klaren „europäischen Mehrwert“ lenken. Es sollen europaweite, interoperable oder multimodale verkehrstechnische Lösungen erarbeitet werden, um Engpässe im Verkehrssystem zu vermeiden. Transnationale Bemühungen sollen gebündelt werden, um vorhandene Forschungsergebnisse besser zu nutzen, um Investitions­risiken zu verringern, die Vermarktung der Forschungsergebnisse zu beschleunigen und ggf. gemeinsame Normen voranzubringen. Projekte zu Forschungs- und Innovationstätigkeiten können somit alle Teilbereiche abdecken: Von der Technologieentwicklung über Demonstra­tion bis hin zur Unterstützung von Strategien für Normung und Regulierung. Die Maßnahmen zielen sowohl auf die Förderung von integrierten als auch von verkehrsträgerspezifischen Ansätzen ab. Eine mehrjährige Perspektive der Maßnahmen soll die ganzheitliche Natur der Herausforderungen und die relevanten strategischen Forschungs- und Innovationsagenden der Europäischen Technologieplattformen im Verkehrsbereich berücksichtigen. Die Tätig­keiten sollen insbesondere auch zur Umsetzung des Verkehrsweißbuchs beitragen, das einen einheitlichen europäischen Verkehrsraum anstrebt.

 

Zielsetzungen/Forschungsschwerpunkte

Ressourcenschonender, umweltfreundlicher Verkehr
Größere Mobilität, geringeres Verkehrsaufkommen, größere Sicherheit
Weltweit führende Rolle der europäischen Verkehrsindustrie
Sozioökonomische Forschung und vorausschauende Tätigkeiten für die politische Entscheidungsfindung.

 

Wer kann teilnehmen?

Mindestens drei unabhängige Rechtspersonen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten oder dem Rahmenprogramm assoziierten Staaten.

Über die Mindestteilnahmebedingungen hinaus dürfen auch Rechtspersonen aus Drittländern an Projektkonsortien teilnehmen.

Sonderregelungen (z.B. Teilnahme von lediglich einer Rechtsperson) können im Arbeits­programm (in seltenen Einzelfällen) zugelassen werden.

 

Wer kann Förderung erhalten?

In der Regel jede Rechtsperson aus einem

  • EU-Mitgliedstaat oder assoziiertem Staat
  • Drittstaat, der explizit im Arbeitsprogramm genannt ist.

Rechtspersonen aus weiteren Drittstaaten nur in Sonderfällen.

 

Wie hoch sind die Förderquoten?

100% für Forschung und Entwicklung

70% für Innovation
(Sonderregelung: 100% für gemeinnützige Einrichtungen)

25% als Pauschale für indirekte Kosten

 

Welche Förderformen gibt es?

  • Finanzhilfen (Grants)
  • Preisgelder
  • Öffentliche Aufträge
  • Finanzierungsinstrumente

 

Welche Bewertungskriterien gibt es?

In der Regel gibt es drei Bewertungskriterien für Projektanträge:

  • Exzellenz (Excellence)
  • Auswirkung (Impact)
  • Qualität und Effizienz der Projektdurchführung (Quality and Efficiency of the Implementation)

Das Kriterium Auswirkung (Impact) kann bei Projektanträgen für Innovationsmaßnahmen eine höhere Gewichtung erhalten.

News

Informations- und Brokerage-Veranstaltung

 

Das ERA-NET Cofund Electric Mobility Europe (EMEurope) startete am 2. November 2016 einen Förderaufruf um die Elektromobilität in Europe weiter voranzubringen.

 Das EMEurope Konsortium veranstaltet eine Informationsveranstaltung inklusive einer Kooperationsbörse zu diesem Förderaufruf.

Wann: 25. November 2016

Wo: Diamant Conference & Business Centre, Brüssel

weitere Informationen finden Sie hier: www.electricmobilityeurope.eu/events/



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